Freitag, 5. Juni 2026
Hunde entspannen beim Kontakt mit Traumatisierten
In den USA gibt es verschiedene Programme für Veteran:innen, die zur Behandlung einer posttraumatischen Belastungsstörung nach einem Auslandseinsatz mit Hunden interagieren. Dass dieser Kontakt den Stress der früheren Soldat:innen reduziert, ist belegt – aber wie geht es den Hunden dabei?
Das wollten Forschende der University of Maryland genauer wissen. Sie führten gemeinsam mit den Verantwortlichen des Programms „Canines Providing Assistance to Wounded Warriors“ (Hunde helfen Veteran:innen) eine explorative Studie mit 28 früheren Soldat:innen durch, die an einer posttraumatischem Belastungsstörung (PTBS) litten. Die Veteran:innen gingen acht Wochen lang mit 25 Hunden aus dem Tierheim spazieren – die meisten davon waren Mischlinge in verschiedenen Größen. 45 Prozent dieser Spaziergänge wurden von Veteran:innen mit einer PTBS-Diagnose durchgeführt. Um den Stress der Hunde zu ermitteln, maßen die Wissenschaftler:innen die Herzfrequenzvariabilität der Tiere einen Tag vor jedem Spaziergang, während des 30-minütigen Spaziergangs und eine Stunde danach.
Die Ergebnisse der Studie überraschten: „Die Hunde waren nach dem Spaziergang mit PTBS-Betroffenen deutlich entspannter als nach Runden mit nicht-diagnostizierten Personen“, schreiben die Forschenden im Fachmagazin „Anthrozoös“. „Insgesamt waren die Hunde während der Spaziergänge nicht signifikant gestresster als zu anderen Tageszeiten.“
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