Beitrag Mensch&Tier

Donnerstag, 29. Oktober 2009

Jüngsten Studienergebnissen des Minnesota Stroke Institute an der University of Minnesota zufolge verringert ein enges und länger anhaltendes Zusammenleben mit einer Katze das Risiko eines Herzanfalls, eines Schlaganfalls oder anderer kardiovaskulärer Krankheiten. Die Forscher führen dieses Phänomen auf die stressmindernde, beruhigende Wirkung von Katzen auf den Menschen zurück.

In die Studie flossen über einen Zeitraum von 10 Jahren erhobene Daten von 4.435 Amerikanern im Alter von 30 bis 75 Jahren ein, die an einer Untersuchung der Regierung zur nationalen Gesundheit und Ernährung teilgenommen hatten. 2.435 der Teilnehmer (also etwa 55%) waren Katzenbesitzer oder sind es in der Vergangenheit gewesen, die restlichen 2.000 besaßen nie eine Katze.

Die Forscher um Dr. Qureshi analysierten Risikofaktoren für Herzkrankheiten hinsichtlich Alter, Geschlecht, Ethnizität/Rasse, systolischem Blutdruck, Rauchen, Diabetes mellitus, Cholesterinwerte und den Body-Mass-Index (BMI) – und sie verfolgten die Sterblichkeitsrate in Abhängigkeit der potentiellen Risikofaktoren. Keine der teilnehmenden Personen hatte zu Beginn der Untersuchung Symptome kardiovaskulärer Erkrankungen.

Die Auswertung dieser Korrelationsstudie ergab, dass bei Katzenhaltern die Wahrscheinlichkeit, einen Herzinfarkt zu erleiden, um 30 Prozent geringer ist als bei Menschen ohne Katze. Dass Stress ein risikoerhöhender Faktor für kardiovaskuläre Krankheiten darstellt, ist seit Jahren bekannt. Die aktuellen Ergebnisse unterstützen die Annahme, dass Katzenhaltung den Effekt haben kann, nachhaltig zu einer Verminderung von Stress-Symptomen bei ihren Besitzern zu führen und zur Linderung der Auswirkungen von Ängsten beizutragen.

Um ein ähnliches Ergebnis im Zusammenhang mit der Haltung eines Hundes zu belegen, waren zu wenige Hundebesitzer unter den untersuchten Personen, so die Forscher.

Kontakt:
Dr. Adnan I. Qureshi
E-Mail: aiqureshi@hotmail.com