Beitrag Mensch&Tier

Donnerstag, 10. April 2014

Ein renommierter britischer Wissenschaftler setzt die wuseligen Nagetiere als Hilfslehrer ein. Das Ziel: die didaktischen Fähigkeiten von Hundetrainern zu verfeinern.

Der renommierte Ethologe Roger Abrantes aus Cambridge tourt mit einer ungewöhnlichen Idee, um Hundeausbilder zu schulen: Während seines viertägigen Seminars im Februar in Bad Dürkheim bekamen die 18 Teilnehmer die Aufgabe, Meerschweinchen Tricks beizubringen – beispielsweise auf Signal Männchen zu machen oder durch eine Röhre zu laufen.

Der Hintergrund: Tiere, die wie Meerschweinchen keine allzu enge Beziehung zu Menschen haben, stellen im Training eine Herausforderung dar. Wie viele andere Nagetiere sind Meerschweinchen immer auf der Hut vor Fressfeinden und reagieren auf kleinste Veränderungen in der Körpersprache des Trainers. Wer sie über positive Verstärkung zur Kooperation bewegen kann, kann dies mit einem Hund allemal.

„Meerschweinchen haben ein differenziertes Ausdrucksverhalten“, sagt Annette Möckel vom Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/ innen (BHV), der das Seminar organisiert hat. „Die Teilnehmer mussten das Verhalten der Tiere genau beobachten, um als Team erfolgreich ihre geplanten Trainingsschritte umzusetzen.“ Das helfe, auch im Training mit Hunden aufmerksamer für die Signale des Hundes zu sein, Details besser wahrzunehmen und vorausschauend zu handeln.

Kontakt: BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen
und Verhaltensberater/innen e.V.)
Tel. 06192 9581136 | info@hundeschulen.de
www.hundeschulen.de