Beitrag Mensch&Tier

Mittwoch, 04. November 2009

Dass Hunde, die bei Wind und Wetter vor die Tür müssen, ihre Halter in Bewegung bringen, ist bekannt. Einige Studien (z.B. Brown/Rhodes: 2006) belegen, dass Hundehalter häufiger spazieren gehen als Menschen ohne Hund. Ob es auch einen direkten Zusammenhang zwischen Hundehaltung und Körpergewicht gibt, untersuchte eine Forschergruppe um Anna Timperio von der australischen Deakin University in einer Studie mit Kindern und ihren Eltern.


Sie befragte 281 Eltern von fünf bis sechs Jahre alten Kindern und 864 Eltern mit Kindern zwischen zehn und zwölf Jahren; alle Probanden hatten ein vergleichbares soziodemografisches Profil. Erhoben wurde u.a., wie groß und schwer die Kinder und ihre Eltern waren, ob die Familien einen Hund hatten und wer den Hund wie oft ausführte. Etwa die Hälfte der Kinder hatte einen Hund. Ein Viertel der Fünf- und Sechsjährigen und 37 Prozent der älteren Kinder gingen regelmäßig mit dem Hund vor die Tür. Ein Viertel der Familien unternahm zumindest einmal wöchentlich einen gemeinsamen Ausflug mit dem Hund.
Die Untersuchung zeigte: Vor allem in der Gruppe der Fünf- bis Sechsjährigen waren die Kinder mit Hund schlanker als diejenigen ohne Hund. Bei den Zehnbis Zwölfjährigen konnten nicht so deutliche Unterschiede festgestellt werden. Damit lieferte die Studie erste Anhaltspunkte dazu, dass sich Hundehaltung bei Kindern positiv auf die Gewichtsentwicklung auswirken kann. Weitere Untersuchungen sollen aufzeigen, wie stark der Zusammenhang von Gewichtsreduktion und Qualität der Hundehaltung ist. Ebenso erforscht werden soll, welche Rolle die Größe, das Alter oder die Rasse des Hundes dabei spielen.

Kontakt:
Anna Timperio, Deakin University
anna.timperio@remove-this.deakin.edu.au