Beitrag Mensch&Tier

Sonntag, 12. April 2015

Der Bernhardiner ist als Retter in der Not bekannt - als Lawinen-Rettungshund und jetzt auch als Therapiebegleithund.

Für die Arbeit mit jungen Menschen sind die sensiblen, sanften und freundlichen Bernhardiner ideale Partner, die auch auf Fremde unvoreingenommen zugehen. Die Fondation Barry, eine gemeinnützige Schweizer Stiftung für den Erhalt der Traditionsrasse, setzt deshalb seit drei Jahren erfolgreich auf tiergestützte Therapie mit den großen Hunden.

Die Stiftung organisiert mehrtägige Lager für verhaltensauffällige Kinder und Jugendliche zwischen acht und 16 Jahren.  Die Teilnehmer kommen zum Teil aus sozial schwachen Familien, haben wenig Selbstvertrauen und Schwierigkeiten beim Lernen. „Die intensive Arbeit mit den Bernhardinern hilft ihnen, ausgeglichener zu werden, mehr Vertrauen zu fassen, sich zu entspannen, Verantwortung zu übernehmen und sich klarer auszudrücken“, berichtet Urs Lüscher, Leiter der Kynologie bei der Fondation Barry.

Die Barrys, wie die Schweizer Nationalhunde genannt werden, sind in den Jugendlagern nicht nur zum Kuscheln da, es wird auch intensiv gearbeitet. Dazu bekommen die Kinder und Jugendlichen einzeln oder in Gruppen individuelle Aufgaben: Sie gehen mit den Hunden spazieren, pflegen sie und bringen ihnen Tricks bei. „Sowohl die Teamarbeit als auch der Umgang mit den Hunden trägt dazu bei, die Sozialkompetenz der jungen Menschen zu stärken“, heißt es bei der Stiftung. Die Kinder lernen, ihren Alltag zu strukturieren und trainieren Strategien, um besser mit Konflikten und Frustration umzugehen. All diese Erfahrungen sollen später in den Alltag zu Hause integriert werden.

Kontakt: Fondation Barry du Grand-St-Bernard | Route des Chantons 52 | 1920 Martigny | Schweiz | 0041-277 226 542 | info@fondation-barry.ch

Foto: © Fondation Barry