Studie aus den USAWas Männer für ihre Tiere empfinden

Faszination, Fürsorge, Liebe? Viele Männer sprechen nicht gern über ihre Emotionen. Foto: Pixabay - pexels

Mittwoch, 17. April 2019

Männer mit einem klassischen Rollenverständnis verbergen ihre Gefühle gegenüber tierischen Mitbewohnern gern. Das haben US-amerikanische Psychologen in einer Studie herausgefunden.

Das besondere Verhältnis von Männern zu ihren Heimtieren und die wichtige Rolle, die sie auch in der Therapie einnehmen können, hat der Psychologe Dr. Chris Blazina bereits in vorherigen Untersuchungen beleuchtet. So hat er festgestellt, dass Hunde Männern dabei helfen können, mit den eigenen Gefühlen besser umzugehen und diese besser auszudrücken. Die aktuelle, in Anthrozoös (1/2019) veröffentlichte Studie zur emotionalen Beziehung von Männern zu ihren Heimtieren zeigt: Männer mit einem traditionellen Rollenbild verbergen ihre Gefühle gegenüber Tieren und haben Schwierigkeiten, Emotionen gegenüber ihren tierischen Begleitern offen auszudrücken.

Die Psychologen Dr. Blazina und Dr. Lori R. Kogan haben im Rahmen ihrer Studie eine Human-Animal Interaction Conflicts scale (HAIC) erstellt, anhand der sich Konflikte messen lassen, die Männer im Zusammenleben mit ihren Haustieren entwickelt haben. Die Ergebnisse ihrer Messungen verdeutlichen nicht nur das komplizierte Verhältnis von Männern mit traditionellem Rollenbild zu ihren Heimtieren. Sie bieten auch einen Erklärungsansatz für die Tatsache, dass Männer bisher in zahlreichen Befragungen ihre Zuneigung gegenüber Heimtieren im Durchschnitt niedriger eingestuft
haben als Frauen.

Chris Blazina, PhD | www.chrisblazinaphd.com l chrisblazinaphd@remove-this.hotmail.com