PraxisprojektTiergestützte Therapie im Rehazentrum Friedehorst

Donnerstag, 24. Juni 2010

In der diakonischen Einrichtung Friedehorst in Bremen, die neben Pflege und Berufsorientierung auch ein Hospiz und ein neurologisches Rehazentrum für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bietet, wird seit dreieinhalb Jahren mit Tieren gearbeitet.

Dabei kommen die Tiere – zwei Kaninchen, zwei Hunde und ein Pferd – sowohl bei neurologischen Erkrankungen (z. B. Schlaganfall), psychischen Krankheiten (z. B. Depression) oder auch im physiotherapeutischen Bereich zum Einsatz. Ein Team aus einer Psychologin, einer Krankenschwester und einer Physiotherapeutin (alle mit Zusatzqualifikationen im Bereich der Tiergestützten Therapie) unterstützt die Therapien von Patienten mit den Tieren. Die Erweiterung der herkömmlichen Therapieformen um Tiere kann neue Motivation bringen. Ein sprachbeeinträchtigter Patient kann z. B. durch den Wunsch, verbalen Kontakt mit dem Tier aufzunehmen, seine Sprechangst überwinden. „Wir sehen es nicht so, dass Tiere an sich schon der Wirkfaktor sind. Tiere fördern aber die Motivation bei Menschen, die eine Beziehung zu den Tieren haben“, sagt Gisela Erdmann, Psychologin und Betreuerin der Tiergestützten Therapie in Friedehorst. Positive Erfolge zeigen sich auch in der Physiotherapie. Tiergestützte Therapie kann die Beweglichkeit verbessern, weil die Motivation, das Tier zu streicheln oder zu füttern so groß ist, dass ein größeres Bewegungsausmaß oder längeres Durchhalten in der Bewegung erzielt werden kann.

Kontakt:
Gisela Erdmann, Neurologisches Rehabilitationszentrum für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
E-Mail: erdmann.nrz@remove-this.friedehorst.de