Buchtipp Lächelnd zur Lösung

Die Autorin Gabriele Voigt-Papke mit ihren Hunden. Foto: Dogs & Jobs Verlag

Donnerstag, 24. Oktober 2019

In Deutschland leben 1,3 Millionen Menschen mit Demenz. In ihrem „Therapiebegleithunde-Arbeitsbuch“ stellt Gabriele Voigt-Papke Ansätze von hundegestützten Therapien für diese Patienten vor.

Bei der Arbeit mit dementen Menschen geht es nicht um den Erwerb oder das Wiedererlangen von Fähigkeiten des Klienten, sondern darum, vorhandene Fähigkeiten möglichst lange zu erhalten. Wie das gehen kann, veranschaulicht Gabriele Voigt-Papke in ihrem Buch anhand praktischer Beispiele aus ihrer hundegestützten Arbeit in einem Seniorenheim.

Der Schwerpunkt dieses vorrangig an professionelle Therapeuten gerichteten Buchs liegt auf der Frage, wie der praktische Einsatz des Hundes ablaufen könnte und was dabei beachtet werden sollte. Dabei klärt die Autorin die Frage, welche Eigenschaften der Hund mitbringen sollte, um sich überhaupt für die Ausbildung zum Therapiebegleithund zu qualifizieren. Ein wichtiger Aspekt, der sich wie ein roter Faden durch das Buch zieht, ist das Wohlbefinden des Hundes. Wann darf er nicht in den Einsatz? Wie sollte er nach dem Einsatz behandelt werden? Auch Stresssignale während des Einsatzes sind Voigt-Papke ein eigenes Unterkapitel wert.

Ratschläge speziell zum Umgang mit Demenzkranken runden diese sehr schlicht und leider ohne Fotos gestaltete Informationssammlung ab. Es gelingt der Autorin stets, dem Leser Lösungen für die Arbeit mit demenziell erkrankten Menschen aufzuzeigen. Unter der Überschrift „Allgemeiner kleiner Knigge im Umgang mit dementen Menschen“ etwa betont Voigt-Papke, wie wichtig es sei, die Ängste des Klienten ernst zu nehmen, den Blickkontakt zu suchen und ihm vor allem immer wieder ein Lächeln zu schenken. Denn: „Ein Lächeln kann Wunder bewirken!“

 Gabriele Voigt-Papke l Das Therapiebegleithunde-Arbeitsbuch. Hunde im sozialen Einsatz - Menschen mit Demenz l Dogs & Jobs Verlag l 87 Seiten l 24, 95 Euro