Studie aus GroßbritannienKollege Hund stärkt die Motivation

Gut fürs Artbeitsklima: Ein Hund im Büro. Foto: iStock

Dienstag, 07. Januar 2020

Gute Nachrichten für Arbeitgeber: Einer britischen Studie zufolge sind Angestellte, die ihren Hund regelmäßig mit ins Büro nehmen, deutlich motivierter als Kollegen, die ihr Tier zu Hause lassen.

Der Fachkräftemangel bestimmt in vielen Branchen in Deutschland die Arbeitswelt: Erst im Frühjahr hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln eine Studie vorgelegt, laut der 52 Berufe von einem Fachkräftemangel betroffen sind.

Es lohnt sich also für Arbeitgeber, den Arbeitsplatz so attraktiv zu gestalten, dass sie neue Mitarbeiter gewinnen und bereits vorhandene Kollegen halten können. Ein Aspekt der Attraktivität eines Jobs könnte die Möglichkeit sein, einen Hund mit ins Büro zu bringen. Wie sich der Kollege Hund auf die Arbeitsmotivation, die allgemeine Jobzufriedenheit und die Sozialkontakte im Büro auswirkt, das haben Wissenschaftler der University of Lincoln untersucht. Sie befragten 749 angestellte Hundehalter in Großbritannien mit umfassenden Fragebögen zu ihrer Einstellung zum Arbeitsplatz.

Etwa ein Drittel der Befragten (243 Personen) bringen ihren Hund mit ins Büro – 167 davon gaben an, ihr Tier begleite sie „oft“. Der Rest kommt nur „manchmal“ mit dem Hund zur Arbeit. Die übrigen 506 Studienteilnehmer bringen ihren Hund gar nicht mit ins Büro. Die Mehrheit der Befragten waren Frauen.

„Unsere Ergebnisse stützen die Erkenntnis, dass es von Vorteil sein kann, Hundehalter zu ermutigen, ihre Tiere mit zur Arbeit zu bringen“, fasst Dr. Sophie Hall von der University of Lincoln die Forschungsresultate zusammen. Tatsächlich zeigten sich bei den Befragten, die ihren Hund oft mit ins Büro nehmen, mehr Arbeitseifer, Motivation, freundschaftliche Kontakte zu Kollegen sowie eine geringere Neigung, das Unternehmen zu verlassen. Auch das allgemeine Wohlbefinden und die Zufriedenheit mit ihren Karriereaussichten war bei ihnen größer.

University of Lincoln l School of Life Sciences
Dr. Sophie Susannah Hall l shall@remove-this.lincoln.ac.uk