Beitrag Mensch&Tier

Dienstag, 14. Januar 2014

Die Arbeitsgemeinschaft Mantrailing aus Oberfranken hat in den vergangenen Jahren nicht nur zwölf Rettungshunde-Teams ausgebildet, die in ihrer Freizeit Menschenleben retten. Seit 2012 können Hundehalter sich und ihre Vierbeiner auch im Bereich tiergestützte Therapie bzw. tiergestützte Aktivitäten ausbilden lassen.

„Im Juli 2014 werden wieder sechs Mensch-Hund-Teams ihre Ausbildung beginnen“, sagt Ausbildungsleiter Manfred Burdich. Der gelernte Krankenpfleger ist in der Arbeitsgemeinschaft Mantrailing ehrenamtlich tätig und hat hohe Ansprüche an die Bewerber: „Unsere zweibeinigen Teilnehmer müssen ein Auswahlverfahren und die Vierbeiner einen Eignungstest bestehen.“ Da die Fortbildung zu den wenigen im deutschsprachigen Raum zählt, die das Qualitätssiegel des europäischen Verbands ESAAT tragen, gibt es regelmäßig deutlich mehr Bewerber als Ausbildungsplätze.

Wer es geschafft hat, wird von Fachdozenten berufsbegleitend über sechs Monate (mindestens 72 Stunden) in Pädagogik, Psychologie, Medizin, Konfliktmanagement, Hygiene, rechtlichen Aspekten und Erste Hilfe am Hund unterrichtet. Vor der Abschlussprüfung müssen drei praktische Übungen (mindestens 25 Stunden) im zukünftigen Einsatzfeld des Mensch-Hund-Teams absolviert werden.

Welches Zertifikat die Teilnehmer anschließend erhalten, richtet sich nach ihrer beruflichen Qualifikation: Wer eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem medizinischen, pflegerischen, therapeutischen oder pädagogischen Beruf und zwei Jahre Berufserfahrung vorweisen kann, kann sich zum „Zertifizierten Therapiebegleithundeteam“ ausbilden lassen. Wer keine einschlägige Berufsausbildung hat, sich aber im sozialen Bereich bereits ehrenamtlich engagiert, kann mit seinem Hund das Zertifikat „Therapieunterstützendes Besuchshundeteam“ erlangen.

Weitere Informationen:
Arbeitsgemeinschaft Mantrailing
Manfred Burdich
Ziegelerden 55, 96317 Kronach
09261/739408
www.k9units.de,
manfred.burdich@mac.com