Beitrag Mensch&Tier

Dienstag, 15. Februar 2011

Um Begegnungen zwischen Teenagern und Senioren zu fördern und Berührungsängste abzubauen, hat die Dozentin und Hunde-Trainerin Sabine Witfeld im bayerischen Markt Schwaben das soziale Projekt „Tiergestützte generationsübergreifende Begegnung“ initiiert. Bei diesem Projekt verbringen Schüler und Bewohner des Seniorenhauses am Burgerfeld regelmäßig Zeit miteinander und werden dabei von Witfelds ausgebildeten Besuchsdiensthunden, den Border-Collies Silver und Scotty, begleitet.

Die Schülerinnen und Schüler der 7.-9. Klasse der Hauptschule Markt Schwaben besuchen die Bewohner wöchentlich. Dabei treffen sich meist 10 Jugendliche und 5 bis 10 Senioren für eine Stunde. Nach der Begrüßung finden sie in kleinen Gruppen zusammen, um sich zu unterhalten und gemeinsam Spiele zu spielen. Dabei wandern die Collies von einer Gruppe zur anderen und lassen sich streicheln. Durch den Umgang mit den Hunden finden Jugendliche und Senioren in aufgelockerter Atmosphäre zusammen und erleben aktiven Austausch. Die Jugendlichen lernen, auf körperliche oder geistige Schwächen Rücksicht zu nehmen, wodurch Empathie und Sozialkompetenz gefördert werden.

Einige der Senioren sind geistig noch sehr aktiv, körperlich allerdings auf Hilfe angewiesen. Ein positiver Nebeneffekt entsteht bei ihnen im Umgang mit den Tieren. „Die Hunde können helfen, die Feinmotorik zu trainieren“, weiß Witfeld. Dadurch erleben die Jugendlichen, dass Senioren oft ganz unterschiedliche Fähigkeiten haben, auf die im sozialen Umgang eingegangen werden muss.

Beteiligt an dem Projekt sind neben Sabine Witfeld die Heimleiterin Annerose Nelles, die Lehrerin Eva Guerin sowie eine Ergotherapeutin und eine Betreuungskraft. Das Projekt läuft seit Beginn des Schuljahres und ist auf ein Jahr angelegt. Weil das Projekt erfolgreich ist, wird über eine Verlängerung nachgedacht.

Weitere Informationen und Kontakt:
Sabine Witfeld
E-Mail: sabine.witfeld@remove-this.obedience-bordercollies.de