Beitrag Mensch&Tier

Mittwoch, 13. November 2013

Assistenzhunde für Autisten, Lesehunde für Lernschwache, Besuchstiere für Betagte: Die Einsatzfelder von Tieren haben sich in den vergangenen Jahren stark erweitert. Lehrer, Sozialarbeiter, Altenpfleger, Bewährungshelfer, aber auch Ergo-, Physio- und Psychotherapeuten setzen zunehmend auf vierbeinige Co-Pädagogen und -Therapeuten.

Das zeigte die Tagung „Tiergestützte Therapie und Pädagogik – Innovation in Forschung und Praxis“ an der Pädagogischen Hochschule Freiburg. Mehr als 300 Wissenschaftler und Praktiker debattierten am 20. und 21. September 2013 Entwicklungen und Qualitätsstandards.

„Der Einsatz von Tieren in Therapie und Pädagogik wird immer mehr nachgefragt“, sagt Tagungsleiter Dr. Rainer Wohlfarth. „Umso wichtiger ist es, sich über Qualitätsstandards, aktuelle Forschungsergebnisse und Tierschutz
auszutauschen.“ Auf dem Programm der zweitägigen Veranstaltung standen Vorträge über neueste Erkenntnisse aus der Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung, über Tiereinsätze in Sozialarbeit, Therapie und Altenpflege sowie die Vorstellung innovativer Projekte.

So berichtete eine Bewährungshelferin vom Einsatz ihres Hundes in der Arbeit mit Strafgefangenen, ein Mitarbeiter der ambulanten Wohnhilfe von Besuchen in vierbeiniger Begleitung bei „Messis“ und Lehrerinnen von erfolgreichen Leseübungen mit Hund für Förderschüler.

„Ein Schwerpunkt der Tagung lag auf der Frage, wie wir unsere Tiere für die
Einsätze richtig auswählen, ausbilden und ihr Wohlbefinden gewährleisten können“, sagt Tagungsleiter Wohlfarth. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Hunde, Pferde, aber auch Katzen oder Kleintiere äußerst positive Effekte auf Menschen haben können – dies ist aber nur unter definierten Bedingungen der Mensch-Tier-Beziehung und bei artgerechter
Haltung möglich.

Kontakt:

Pädagogische Hochschule Freiburg
Dr. Rainer Wohlfarth
Telefon: 0761/682 313
E-Mail: rainer.wohlfarth@ph-freiburg.de

Website: www.ph-freiburg.de/tiergestuetzte-kongress/tagungs-nachlese.html