Beitrag Mensch&Tier

Donnerstag, 19. Mai 2011

Eine spezielle Form der Tiergestützten Therapie bietet die Sport- und Bewegungstherapeutin Beate Pracht in Gelsenkirchen an. Hier helfen Lamas Menschen mit psychischen Beschwerden wie depressiven Erkrankungen oder Formen der Schizophrenie im Rahmen einer Sport- und Bewegungstherapie.

Die Teilnehmer, die in einer diakonischen Betreuungseinrichtung leben, leiden oftmals unter Angst- und Unruhezuständen; sozialer Rückzug oder Kontaktängste sind häufig die Folge. In festen Kleingruppen mit maximal acht Teilnehmern finden wöchentlich Treffen statt. Die Lamas lenken die Aufmerksamkeit der Patienten und haben einen positiven Einfluss auf das vielfach gestörte Erleben zwischenmenschlicher Nähe und Distanz – die Tiere wahren einen natürlichen Abstand, dadurch fühlen sich die Teilnehmer nicht bedrängt und lernen, Nähe zuzulassen.

Um zugleich die Koordination zu fördern und Motorik, Muskelkraft und Beweglichkeit zu verbessern, wird gemeinsam mit den Lamas ein bewegungstherapeutischer Hindernis- und Gleichgewichtsparcours (z.B. Überqueren einer Wippe, Umgehen von Hindernissen, Tor passieren) absolviert. Die Teilnehmer gewinnen durch die Tiere Mut, Vertrauen und Selbstwert, spielerisch trainieren sie ihre Sozialkompetenz, indem sie sich auf Neues einlassen und Vertrauen aufbauen. „Es ist deutlich zu erkennen, dass die Unruhe bei den Teilnehmern abnimmt und Traurigkeit und Ängste zurückgehen – sie werden offener, auch anderen Therapieformen gegenüber, und fühlen sich in ihrer Umgebung weniger fremd“, erläutert Pracht die Wirkung der Therapie.

Weitere Informationen und Kontakt:
Beate Pracht, Prachtlamas
E-Mail: info@remove-this.prachtlamas.de
www.prachtlamas.de