Beitrag Mensch&Tier

Mittwoch, 23. Mai 2012

Der Tiererlebnishof Seeste bietet Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen die Chance, mit Tieren in Kontakt zu kommen. Eines der Angebote, das Motopädagogische Reiten, richtet sich speziell an die Kleinen von ein bis sechs Jahren. Mit der Motopädagogik – eine Begriffszusammensetzung aus Motorik und Pädagogik, die Erziehung durch Bewegung bezeichnet – fördert der Tiererlebnishof Seeste Kinder mit Behinderungen, Wahrnehmungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten oder Entwicklungsverzögerungen.

„Bei unserem ganzheitlichen Ansatz sind Putzen, Füttern, Führen und Reiten der Ponys oder Esel gleichwertig“, sagt Sozialpädagogin Andrea Wiesner. „Die Kinder spüren eine Erfüllung ihrer Grundbedürfnisse – zum Beispiel Natur und Tiere zu erleben, getragen zu werden oder Hautkontakt zu erleben.“ Die dreifache Mutter hat Zusatzausbildungen in den Bereichen Motopädagogik, Heilpädagogisches Voltigieren und Heilpädagogische Förderung mit dem Pferd absolviert.

Zu Beginn der Trainingsstunde begrüßen die Kinder ihr Pony. Vor dem Reiten wird gemeinsam geputzt und gesattelt. „In einem Vorgespräch erörtere ich mit der Familie, was sie sich von der Aktivität erhofft und was erreicht werden kann“, sagt Wiesner. Am Ende jeder Stunde steht das Absatteln und Füttern des Vierbeiners. Je nach Fähigkeiten des Kindes und Zielsetzung bietet Andrea Wiesner Einzel- und Gruppenunterricht an.

Das Motopädagogische Reiten wird vielen Bedürfnissen der Kinder gerecht: Die Bewegung mit oder auf dem Tier spricht alle Sinne an und setzt Entwicklungsimpulse. Die Kinder machen Fortschritte in ihrer motorischen Entwicklung, die Koordination wird verbessert, die Körperwahrnehmung geschult. Auch im sozio-emotionalen Bereich kann Wiesner auf Erfolge verweisen: Kinder lernen, sich auf ihre Aufgaben zu konzentrieren und durchzuhalten, Erfolgserlebnisse stärken das Selbstwertgefühl.


Kontakt:
Andrea Wiesner, Westerkappeln-Seeste,
Tel.: 05404/951353, www.tiererlebnishof-seeste.de
E-Mail: wiesner@tiererlebnishof-seeste.de