Beitrag Mensch&Tier

Dienstag, 09. Juli 2013

Der Begriff Green Care („grüne Behandlung“) umfasst alle pädagogischen, sozialen, physischen oder psychischen Fördermaßnahmen, bei denen Tiere, Pflanzen oder natürliche Lebensräume zum Einsatz kommen.

Konzepte zu Gesundheitsprävention, Therapie und Pädagogik werden dabei mit Landwirtschaft, Gärtnerei, Naturschutz und Tierhaltung verbunden. Ziel ist, Alternativen zu konventionellen Maßnahmen im Bereich von Prävention und Gesundheitsförderung anzubieten. Ein bekanntes Beispiel ist die tiergestützte Therapie.

Ab November 2013 können Interessierte im Bereich Green Care sogar einen Master of Science erwerben: Die Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik in Wien bietet den Studiengang berufsbegleitend über sechs Semester an. „Zu den Stärken des Masterlehrganges zählen die Verknüpfung von wissenschaftlichem Arbeiten und der praktischen Umsetzung in den Bereichen der Pädagogik, der Beratung und der Therapie mit Tieren und Pflanzen“, sagt Lehrgangsleiterin Birgit Steininger.

Die Studieninhalte erstrecken sich von der Planung und Durchführung pädagogischer und therapeutischer Interventionen mit Tieren und Pflanzen, der Planung von Green Care- Projekten in Einrichtungen, der wissenschaftlichen Datenerfassung bis zur theoretischen Ausbildung zum zertifizierten Lebens- und Sozialberater.

Zugelassen sind Absolventen eines Bachelorstudiums oder der Befähigungsprüfung für den Land- und Forstwirtschaftlichen Lehr- und Förderungsdienst an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik. In diesem Fall sind zusätzlich eine mehrjährige einschlägige Berufspraxis und der Nachweis von Weiterbildungstagen nötig. Die Studiengebühren betragen 9000 Euro. Die Seminare und Exkursionen finden vorwiegend am Wochenende sowie in Wochenblöcken statt.

Weitere Informationen:
Birgit Steininger, Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik
Angermayergasse 1, A-1130 Wien
E-Mail: birgit.steininger@agrarumweltpaedagogik. ac.at
Website: www.agrarumweltpaedagogik.ac.at