Beitrag Mensch&Tier

Kinder, die mit Hunden aufwachsen, erkranken seltener an Shizophrenie. Foto: IVH

Montag, 26. Juli 2021

Im Rahmen einer Studie kam ein Forscherteam zu dem Ergebnis, dass bei Kindern, die mit einem Hund aufwachsen, das Risiko an Schizophrenie zu erkranken geringer ist als bei Kindern, die ohne Hund aufwachsen.

Psychiatrische Störungen wie Schizophrenie oder bipolare Störungen werden nach Auffassung eines Forscherteams der Johns Hopkins School of Medicine in Baltimore, USA, unter anderem mit frühen Umwelteinflüssen in Verbindung gebracht. Hierzu gehört auch der Kontakt mit Haustieren.

Ziel der Studie war es herauszufinden, ob ein Zusammenhang zwischen dem Kontakt zu einem Hund oder einer Katze in den ersten zwölf Lebensjahren und der späteren Diagnose einer Schizophrenie oder einer bipolaren Störung besteht. Hierfür haben die Wissenschaftler die Daten von 1.371 Männern und Frauen im Alter von 18 bis 65 Jahren ausgewertet, darunter 396 Schizophrenie-Patienten, 381 Patienten mit bipolarer Störung und eine Kontrollgruppe mit 594 Personen. Die Daten stammten aus dem Sheppard Pratt Health System, einer Organisation für psychiatrische Kliniken.

Im Fall von Schizophrenie stellten die Wissenschaftler eine signifikante Abnahme des Risikos fest, die Erkrankung zu entwickeln, wenn die Probanden frühzeitig mit einem Hund in Kontakt gekommen waren: Wenn Kinder bis zum 13. Lebensjahr einen permanenten Umgang mit einem Hund hatten, sank das relative Risiko an einer Schizophrenie zu erkranken um fast ein Viertel. „Der größte schützende Effekt konnte bei den Kindern festgestellt werden, die bereits ab der Geburt oder in den ersten drei Lebensjahren mit einem Hund als Haustier aufgewachsen sind“, so Studienleiter Robert Yolken. Bei diesen Kindern verringerte sich das Risiko einer Schizophrenie sogar um bis zu 50 Prozent.

Auf das Risiko an einer bipolaren Störung zu erkranken, hatte der Kontakt mit Hunden keinen signifikanten Einfluss. Zwischen dem Besitz von Katzen im Kindesalter und psychiatrischen Störungen zeigte sich ebenfalls kein Zusammenhang.

Robert Yolken l Johns Hopkins School of Medicine, Baltimore, Maryland, USA l rhyolken@remove-this.gmail.com