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Ein tierischer Begleiter an der Seite reduziert Angstzustände und sorgt für eine Verbesserung der Stimmungswerte. Foto: iStock / svetikd

Mittwoch, 14. April 2021

Lernstress, Versagensängste, Prüfungsdruck – viele Studenten erleben Phasen, in denen sie von diesen Faktoren psychisch beeinflusst werden. Eine britische Studie hat nun belegt, dass die Interaktion mit Hunden den Stresslevel reduziert und positiv auf die subjektive Stimmung wirkt.

Universitätsstudenten weisen eine höhere Rate an psychischen Problemen auf als die Allgemeinbevölkerung. Zu Beginn des Studiums steigen diese signifikant und gehen während der gesamten Zeit an der Universität nicht auf das Vor-Universitätsbesuch-Niveau zurück. In einer Studie wurde nun untersucht, ob die Interaktion mit einem Hund einen positiven Effekt auf die Stimmung und Ängstlichkeit von Studenten hat. Zwei Gruppen sollten sich entweder Videos von einem Hund anschauen (41 Personen) oder direkt mit einem Hund interagieren (41 Personen). Verschiedene Messungen wurden vor und nach den beiden Testsettings erhoben, um die Stimmung und die Ängste der Teilnehmer zu bewerten und mögliche Veränderungen festzustellen. „Es ist sehr wichtig, Methoden zu finden, die die psychische Gesundheit von Studenten positiv unterstützen. Eine davon ist die Möglichkeit, mit Haustieren zu interagieren“, so Emily Thelwell, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der psychologischen Fakultät der Universität Warwick. Die Ergebnisse zeigten, dass die Teilnehmer zwar in beiden Gruppen positiv reagierten, aber diejenigen, die direkten Kontakt mit einem Hund hatten, einen stärkeren Rückgang der Angstzustände und eine größere Verbesserung der Stimmungswerte erlebten.

Die Wissenschaftlerin folgerte, dass die Interaktion mit Hunden einen psychologischen Nutzen für die Studenten birgt. „Letztendlich ist der Einsatz von Hunden – unabhängig davon, ob es sich um speziell für Therapiezwecke ausgebildete oder allgemein an Menschen gewöhnte Hunde handelt – äußerst nützlich für Universitäten, um Depressionen und Ängste bei Studenten zu reduzieren und das Wohlbefinden zu verbessern“, so das Fazit der Studie.

Emily L. R. Thelwell l Department of Psychology University of Warwick, UK l emily.thelwell@remove-this.warwick.ac.uk