Beitrag Mensch&Tier

Mittwoch, 13. November 2013

Schweißnasse Hände, ein unangenehmes Kribbeln im Magen, Gedankenkarussell: Für Menschen, die unter Flugangst leiden, kann schon die Zeit vor dem Abflug quälend sein. Der Flughafen von Los Angeles im US-Staat Kalifornien fördert deshalb den Einsatz von 30 Hunden im Programm „Pets Unstressing Passengers“.


Ehrenamtliche Halter halten sich mit ihren speziell ausgebildeten Hunden in den Terminals auf und geben Passagieren die Gelegenheit, die Tiere zu streicheln.
„Zahllose Studien zeigen, dass Heimtiere wie Arznei für Menschen sind“, berichtete Programmleiterin Heidi Huebner im Interview mit der „Zeit“. „Sie zu
knuddeln senkt den Blutdruck, mindert Stress und Angst.“

Bei Menschen, die unter Flugangst leiden, erzielt der Kontakt zu den Hunden eine besonders große Wirkung, wie Heidi Huebner beobachtet hat: „Vor ein
paar Tagen saß hier eine ältere Dame, die große Angst vorm Fliegen hatte. Sie war nass geschwitzt und hat um Luft gerungen. Dann begann sie, einen Hund zu streicheln. Auf einmal sagte sie: Jetzt kann ich wieder durchatmen – und bin bereit, ins Flugzeug zu steigen. Sie hat sich die Stirn abgetupft und ist zum Gate gegangen.“

Das Programm „Pets Unstressing Passengers“ („Hunde entstressen Passagiere“) findet bei Passagieren und Personal so großen Anklang, dass auch die Leitungen der Flughäfen von Miami und San José den Einsatz von Hunden in ihren Terminals bereits genehmigt haben.

Kontakt:

Pets Unstressing Passengers
Los Angeles Airport
Heidi Huebner
E-Mail: hhuebner@lawa.org