IAHAIO Conference 2010

12. IAHAIO-Konferenz in Stockholm

Positive Auswirkungen von Heimtieren auf die Gesundheit im Fokus

 

Vom 1. bis 4. Juli 2010 war die schwedische Hauptstadt Stockholm Zentrum der Mensch-Tier-Forschung. Etwa 1.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt, darunter die führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Mensch-Tier-Forschung, kamen in Stockholm zusammen. Schwerpunkt der diesjährigen IAHAIO-Konferenz war die Rolle von Heimtieren für die menschliche Gesundheit. Unter dem Titel „People & Animals: For Life“ wurden aber auch die positiven Aspekte der Heimtierhaltung auf die Gesellschaft im Allgemeinen ausführlich diskutiert.

 

Die 12. IAHAIO-Konferenz richtete sich explizit auch an interessierte Laien und Politiker, um in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die positiven Aspekte der Heimtierhaltung zu wecken. In neun Hauptvorträgen und 20 parallel verlaufenden Einheiten mit über 80 Vorträgen und sechs Themenschwerpunkten wurden neue Forschungsergebnisse präsentiert und aktuelle Themen zur Diskussion gestellt. Ergänzt wurde dieses Angebot um Posterpräsentationen.

 

Die Hauptredner und ihre Themen waren:

 

Arnold Arluke, Northeastern University, USA: Arluke stellte eine Studie zum Einsatz von Tieren bei Anti-Gewalt-Programmen für Jugendliche vor.

 

Brenda Bonnett, Tierärztin: Bonnett hat an der University of Guelph, Kanada, Untersuchungen zu Gesundheitsproblemen von Heimtieren durchgeführt. Ihr Vortrag „Gesundheit und Lebensdauer von Heimtieren“ behandelte alltägliche Themen, die sowohl Tierärzte als auch Tierhalter betreffen.

 

John Bradshaw, University of Bristol, UK, und einer der Gründer der International Society for Anthrozoology (ISAZ): In seinem Vortrag erklärte er die Mensch-Tier-Beziehung aus Sicht der Evolution.

 

David Fraser, University of British Columbia, Kanada: Als Berater von verschiedenen Tierschutz-Organisationen behandelte Fraser in seinem Vortrag die Tierschutz-Forschung in ihrem kulturellen Kontext.

 

Harold Herzog, Western Carolina University, USA: Seit mehr als 25 Jahren führt Herzog Forschungen zur Mensch-Tier-Beziehung durch.  Die Ergebnisse seiner Arbeit mit dem Fokus auf die Psychologie der Mensch-Tier-Beziehung stellte er in Stockholm vor.

 

Kerstin Uvnas-Moberg: Swedish University of Agricultural Sciences, Schweden: Der Forschungsschwerpunkt von Uvnäs-Moberg liegt auf den physiologischen Ursachen für die Mensch-Tier-Beziehung. Eine wichtige Rolle dabei spielt das Hormon Oxitocin. Dies erläuterte sie in ihrem Vortrag.

 

Marietta Schulz, Kuratorium für Therapeutisches Reiten, Deutschland: Schulz stellte Ergebnisse der pferdegestützten Therapie für autistische Kinder vor.

 

Tomoko Hara Takayanagi, Japanese Service Dog Resource Academy, Japan: Als Forscher auf dem Gebiet der Hundegestützten Therapie erklärte Takayanagi die Auswirkungen von Therapiehunden auf die psychische Gesundheit des Menschen.

 

Dennis C. Turner, Präsident der IAHAIO: Turner stellte auf der Konferenz eine aktuelle Studie zur Einstellung zu Tieren und Tierschutz im internationalen Vergleich vor.

 

Die Abstracts zu allen Vorträgen, Workshops und Postern können hier heruntergeladen werden.