Praxisprojekt

Sport- und Bewegungstherapie mit Lamas

Eine spezielle Form der Tiergestützten Therapie bietet die Sport- und Bewegungstherapeutin Beate Pracht in Gelsenkirchen an. Hier helfen Lamas Menschen mit psychischen Beschwerden wie depressiven Erkrankungen oder Formen der Schizophrenie im Rahmen einer Sport- und Bewegungstherapie.

Studie: Tier im Recht

Internationaler Vergleich zeigt gravierende Unterschiede im Tierschutz auf

Tierschutz ist im bundesdeutschen Grundgesetz seit 2002 als Staatsziel fest verankert. Auf der IAHAIO-Konferenz 2010 in Stockholm stellten nun Antoine F. Goetschel und Gieri Bolliger von der schweizerischen „Stiftung für das Tier im Recht“ (TIR) die Ergebnisse einer ersten rechtsvergleichenden Studie über die Stellung des Tieres in 36 nationalen Rechtsordnungen vor.

Studie belegt

Hunde und Katzen bieten soziale Unterstützung

Soziale Unterstützung erfolgt durch Mitmenschen wie Familie oder Freunde. Durch den Kontakt zu anderen erlebt der Mensch die Befriedigung und Förderung notwendiger psychosozialer Bedürfnisse wie beispielsweise Zuneigung oder Anerkennung.

Praxisprojekt mit Hund

Tiergestützte Intervention im Kindergarten

Mit einem besonderen Programm unterstützt der städtische Kindergarten „Im Apfentäle“ in Münsingen (Schwäbische Alp) die Vorschulkinder, die Schwierigkeiten mit der Sprachentwicklung, Motorik oder dem Sozialverhalten aufweisen, um deren Entwicklung positiv zu beeinflussen.

Weitere Themen

» Studie: Tiergestützte Pädagogik

Bauernhof-Kindergärten fördern soziale Kompetenzen

» Studie: Tiergestütztes Soziales Kompetenztraining

Einsatz von Hunden im Training der Gewaltprävention wirkungsvoll



Ausgabe 4-2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich habe mich schon verschiedentlich zu den Perspektiven für unser Forschungsfeld geäußert. Eine Entwicklung aber, die zunehmende Vernetzung mit anderen Wissenschaftsbereichen, zeichnet sich immer deutlicher ab; wir werden stetig interdisziplinärer.


Aber: Ist dies so neu? Die Forschung zur Mensch-Tier-Beziehung fokussierte in den letzten 30 Jahren vornehmlich die sozialpsychologischen Aspekte und erhielt hieraus seine maßgeblichen Impulse; dennoch waren wir von Beginn an daran interessiert, auch die Entwicklungen und Ergebnisse anderer Wissenschaftsfelder zu integrieren. Hierdurch haben sich über die Jahre feste und gegenseitig befruchtende Beziehungen entwickelt – z.B. mit der Veterinärwissenschaft.


Die enger werdende Zusammenarbeit ermöglicht es nicht nur, komplexere Fragestellungen mit einem umfassenderen wissenschaftlichen Instrumentarium zu bearbeiten - der sprichwörtliche „Blick über den Tellerrand“ trägt auch wesentlich dazu bei, dass bei den „kooperierenden Fakultäten“ das Bewusstsein für die Relevanz einer vertiefenden Erforschung der Mensch-Tier-Beziehung wächst.


Ich bin überzeugt, dass diese Entwicklung nicht nur anhalten, sondern bei zahlreichen Fragestellungen zukünftig zur Regel werden wird. Ich bin gespannt auf die Ergebnisse.

 

Ihr
o. Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.
Reinhold Bergler

Vorsitzender des Forschungskreises
Heimtiere in der Gesellschaft