Studie aus Japan

Hunde unterstützen bei Darmkrebsdiagnose

Schon mehrfach haben Hunde gezeigt, dass sie für bestimmte Krebserkrankungen ein besonderes Gespür haben und Auffälligkeiten anzeigen. In einer japanischen Studie konnten nun Wissenschaftler der Universität Kyushu nachweisen, dass Hunde mithilfe ihres feinen Geruchssinns Darmkrebs bereits im Frühstadium erkennen. In Deutschland gehört Darmkrebs zu einer der häufigsten Krebserkrankungen – wird der bösartige Tumor rechtzeitig festgestellt, sind die Heilungschancen relativ hoch.

Eindeutiges Umfrageergebnis

Heimtiere stärken das Verantwortungsbewusstsein von Kindern

Zahlreiche Studien belegen es: Heimtiere haben eine vielfältige positive Wirkung auf die Entwicklung von Kindern. Wie eine aktuelle Umfrage des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft in Kooperation mit dem  Meinungsforschungsinstitut TheConsumerView (TCV) in Bremen nun zeigt, ist auch die Mehrheit aller Tier- und Nichttierhalter dieser Ansicht: Mehr als 93 Prozent der über 1.000 Befragten sagen, dass das Zusammenleben mit Tieren die Entwicklung von kindlichem Verantwortungsbewusstsein unterstützt.

Studie zur Mensch-Fisch-Beziehung

Aquarianer sind optimistisch und zufrieden

Fische zu beobachten hat eine faszinierende und gleichzeitig beruhigende Wirkung auf den Menschen. Die Qualität der Beziehung von Aquarianern zu ihren Fischen ist dabei unvergleichlich: Die „Wasserbewohner“ lassen sich nicht streicheln oder vermitteln ein Gefühl emotionaler Zuneigung wie es beispielsweise Hunde tun. Wie Wissenschaftler nun festgestellt haben: Aquarianer sind glücklich mit ihren schwimmenden Heimtieren und erleben sich als optimistisch, zufrieden und ausgeglichen.

Buchtipp

» K. Otterstedt und M. Rosenberger (Hrsg.)

Gefährten – Konkurrenten – Verwandte


Ausgabe 02-2011

Liebe Leserinnen, liebe Leser,


nimmt man die letzten Ausgaben von Mensch&Tier zur Hand, macht es den Eindruck, wir berichten vermehrt über praxisbezogene Aspekte der Mensch-Tier-Beziehung. Tatsächlich – und das ist auch in anderen Wissenschaftsfeldern so – findet die praktische Umsetzung häufiger und in größerer Breite statt als die Erarbeitung der Grundlagen im Rahmen wissenschaftlicher Studien. Die absolute Anzahl wissenschaftlicher Arbeiten wird meiner Einschätzung nach geringer – von der Qualität hier ganz abgesehen. Der Rückgang betrifft besonders auch den deutschsprachigen Raum. 


Aus zahlreichen Gründen möchte ich nur einen herausgreifen: Nämlich die mangelnde Möglichkeit, sich mit seinen Arbeiten in der wissenschaftlichen Welt zu positionieren und von ihr wahrgenommen zu werden. Der Mangel an anerkannten Publikationsmöglichkeiten und der Teilnahme an Fachkongressen mag eine Ursache sein.

 

Hinweisen möchte ich daher schon jetzt auf den nächsten IAHAIO-Kongress im Frühsommer 2013 in Denver, USA. Diese alle drei Jahre stattfindende Veranstaltung der globalen Dachorganisation ist für alle Forscher eine zentrale Möglichkeit, ihre Arbeiten einer breiten, internationalen Öffentlichkeit vorzustellen. Vielleicht lässt sich dieses Datum bei der Planung von Forschungsprojekten berücksichtigen – ich würde mich freuen.

 

Ihr
o. Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.
Reinhold Bergler

Vorsitzender des Forschungskreises
Heimtiere in der Gesellschaft