Jugendfarmen und Gemeindegärten in England

Tiergestützte Aktivitäten fördern freiwilliges Engagement

Seit mehr als 30 Jahren vertritt der Bund der Jugendfarmen und Gemeindegärten in England die Interessen von heute über 120 Jugendfarmen und mehr als 1.000 Gemeindegärten und unterstützt die Einrichtung neuer Projekte mit Weiterbildungsmöglichkeiten und einem Netzwerk zum Erfahrungsaustausch.

Aktuelle Ergebnisse aus der Oxytocin-Forschung:

Männer und Frauen reagieren unterschiedlich auf ihre Hunde

Nach dem heutigen Stand der Wissenschaft spielt das Hormon Oxytocin bei der Entwicklung emotionaler Bindungen, für die Sozialisation sowie die Stressbewältigung eine wichtige Rolle. Liebe, Vertrauen und Ruhe werden oft mit Oxytocin in Zusammenhang gebracht. Daher ist das von den Medien betitelte „Kuschelhormon“ nicht nur Gegenstand der neurochemischen und psychologischen Forschung, sondern erfreut sich auch in der breiteren Öffentlichkeit eines zunehmenden Interesses.

Projekte aus der Praxis

Kaninchen als willkommene Mitbewohner in Blindeneinrichtung

Sich kümmern, Tiere als Vertraute haben und vom Alltag abschalten: Das ermöglichen zwei Kaninchen und zwei Meerschweinchen den Bewohnern im Blindeninstitut Würzburg. Georg Ruhsert, verantwortlicher Mitarbeiter des Blindeninstituts, bemühte sich darum, die Nager anzuschaffen.

IAHAIO Pre-Conference in Stockholm

Einsatz von Tieren im öffentlichen Gesundheitssystem

Am 01. Juni 2009 kamen etwa 200 Wissenschaftler, Politiker und Meinungsbildner im Plenarsaal des schwedischen Parlaments in Stockholm zusammen, um die positiven Effekte von Heimtieren auf Menschen und die Gesellschaft zu diskutieren. Schwerpunkt der Tagung, die gleichzeitig die 12. IAHAIO-Konferenz im nächsten Jahr ankündigte, war der Einsatz von Tieren im öffentlichen Gesundheitssystem.

Weitere Themen

» Therapie gegen kindliche Angststörungen

Heilsames Spielen mit Hunden


Buchtipp

» Eileen und Lars Hegedusch

Tiergestützte Therapie bei Demenz


Ausgabe 2-2009

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im nächsten Jahr wird in Stockholm der 12. Kongress unserer internationalen Dachorganisation IAHAIO stattfinden. Mehr als 1.000 Besucher und Referenten werden aus allen Teilen der Welt zusammenkommen, um die aktuellsten Ergebnisse im Bereich der Mensch-Tier-Forschung zu diskutieren. Welche Beiträge aus Deutschland dabei sein werden, kann heute noch nicht gesagt werden: Die Bewerbungsfrist läuft noch bis zum 30. November 2009. War die Teilnahme an der letzten Konferenz 2006 in Tokio sehr eng mit der Frage nach der Finanzierbarkeit verbunden, hält für Stockholm ein anderer, meiner Überzeugung nach sehr viel gravierenderer, Umstand gerade junge Wissenschaftler von einer Bewerbung ab: Es fehlt ihnen leider oftmals an der notwendigen Förderung und Anerkennung innerhalb des wissenschaftlichen Umfeldes. Dabei erfreut sich das Thema eines zunehmenden Interesses: Dies wird besonders an der außerordentlich positiven Resonanz auf die diesjährige IAHAIO-Pre-Conference in Stockholm deutlich. Ich würde mich sehr freuen, wenn sich möglichst viele junge Wissenschaftler mehr als bisher intensiv und engagiert mit unserem Forschungsthema auseinandersetzen und damit die über die letzten Jahrzehnte geleistete Pionierarbeit fortsetzen würden – auch und gerade mit dem Ziel, ihre Ergebnisse in Stockholm vorzustellen.

 

Ihr
o. Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.
Reinhold Bergler

Vorsitzender des Forschungskreises
Heimtiere in der Gesellschaft