US-Studie mit Hundebesitzern

Einstellung zu Tieren beeinflusst Therapie

Diverse Studien belegen, dass sich die Stresssymptome von Patienten durch eine Interaktion mit Therapiehunden mindern lassen. Das hat die Psychiaterin Dr. Sandra B. Barker zum Anlass genommen, mit ihrem Team an der School of Medicine Center for Human-Animal Interaction in Virginia zu untersuchen, ob der eigene Hund möglicherweise noch beruhigender wirkt als ein fremdes Tier.

Nonverbale Kommunikation

Hunde stärken unseren Blick für Gefühle

Die Gefühle eines Gegenübers zu interpretieren oder zumindest wahrzunehmen, ist ein wesentlicher Teil unserer zwischenmenschlichen Kommunikation. Jetzt zeigt eine Studie, dass der Umgang mit Hunden die Fähigkeit von Menschen, Emotionen zu „lesen“, verbessern kann.

Begriffsdefinitionen

Tiere als Co-Therapeuten

Die Terminologie im Bereich der Tiergestützten Maßnahmen wird oft willkürlich verwendet: Ein Hund, der bei Leseübungen in einer Grundschulklasse dabei ist,
ist nicht automatisch ein „Lesehund“. Und die Gegenwart von Tieren in einer Arztpraxis heißt nicht unbedingt, dass hier tiergestützt gearbeitet wird. Auch der Begriff „Tier-Therapie“ ist laut dem Verband Pet Partners ungenau und irreführend. Da aber keine der Begrifflichkeiten der Tiergestützten Aktivitäten geschützt ist, kursieren die unterschiedlichsten Bezeichnungen.

Weitere Themen

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Umgang mit Tieren motiviert Alzheimer-Kranke

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Kinder lernen Vertrauen und Respekt


Buchtipp

» Gabi Rosenbaum und Bianca Willems-Hansch:

"Warnhunde für Epilepsie-Betroffene"


Ausgabe 01-2012

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

mit dem Frühling nimmt das Interesse der Menschen an der Natur und an Tieren
wieder zu. Mit der neuen Saison wird es viele neue Angebote im praktischen Feld der Tiergestützten Therapien und Aktivitäten geben. Das ist zunächst erfreulich, da diese Interaktionen vielen Menschen einen neuartigen Zugang zu Tieren eröffnen. Darüber hinaus betont diese Entwicklung, dass weitere wissenschaftliche Forschung hier notwendig ist.


Jedoch birgt die Popularität unseres Feldes gewisse Risiken: Wie in dieser Ausgabe erläutert, sind die Begriffsdefinitionen unserer Branche nicht verbindlich, geschweige denn geschützt. So kann jeder Anbieter sein Programm nach Gutdünken bewerben. Therapiehund oder Besuchshund, Rettungshund oder Begleithund – es gibt zahlreiche Bezeichnungen im Bereich der Tiergestützten Aktivitäten, die willkürlich genutzt werden.


Das nehmen wir in den kommenden Ausgaben zum Anlass, genauer hinzusehen. Welche anerkannten Definitionen gibt es, was sind die Kriterien dafür? Welche Ausbildung müssen die behandelnden Menschen haben, um sich für eine Tiergestützte Therapie oder Aktivität zu qualifizieren? Dieses weite Feld ist eine Herausforderung, der sich die Agierenden im Bereich der Mensch-Tier-Beziehung stellen sollten. Sowohl in akademischer als auch in praktischer Hinsicht.

 

Ihr
o. Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.
Reinhold Bergler

Vorsitzender des Forschungskreises
Heimtiere in der Gesellschaft