Tiere helfen gegen Einsamkeit

Wertvolle Unterstützung für alleinlebende Menschen

Bereits zahlreiche Studien aus der Psychologie haben sich mit dem Phänomen auseinander gesetzt, dass alleinlebende Menschen häufig anfällig für Depressionen sind und sich einsam fühlen. Nikolina Antonacopoulos und Timothy Pychyl von der Universität in Ottawa, Kanada, untersuchten nun, wie stark sich Hunde und Katzen auf das Gefühl von Einsamkeit und depressive Verstimmungen bei Alleinstehenden auswirken.

Therapie zur Behandlung Drogenabhängiger

Einsatz von Tieren fördert positive Ergebnisse

Studien zufolge ist einer der wichtigsten Faktoren für den Erfolg einer Therapie bei Drogenabhängigkeit die Qualität der Beziehung zwischen Patient und Therapeut. Dr. Martin Wesley untersuchte gemeinsam mit anderen Wissenschaftlern im Rahmen einer Pilotstudie, wie sich die Anwesenheit eines Therapiehundes auf diese Beziehung auswirkt. Per Zufallsprinzip wurden die 231 an der Studie teilnehmenden Patienten einer Therapieeinrichtung in Kentucky, USA, in zwei Gruppen geteilt: Die eine hatte Therapiesitzungen unter Anwesenheit eines Therapiehundes, die andere ohne.

Gastgeber der IAHAIO-Konferenz

Heimtierhaltung in Schweden

Vom 1. bis zum 4. Juli 2010 findet in Stockholm die inzwischen 12. IAHAIO-Konferenz statt. Anlass für Mensch&Tier, die Situation der Heimtierhaltung und den Stand der Mensch-Tier-Forschung in Schweden vorzustellen.

12. IAHAIO-Konferenz in Stockholm

Positive Auswirkungen von Heimtieren auf die Gesundheit im Fokus

Vom 1. bis zum 4. Juli 2010 wird die schwedische Hauptstadt Stockholm zum Zentrum der Mensch-Tier-Forschung. Etwa 1.000 Teilnehmer aus der ganzen Welt, darunter die führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Mensch-Tier-Forschung, werden in Stockholm zusammenkommen. Schwerpunkt der diesjährigen IAHAIO-Konferenz ist die Rolle von Heimtieren für die menschliche Gesundheit. Unter dem Titel „People & Animals: For Life“ werden aber auch die positiven Aspekte der Heimtierhaltung auf die Gesellschaft im Allgemeinen ausführlich diskutiert.

Weitere Themen

» Neue Form der Tiergestützten Therapie

Zootiere im therapeutischen Einsatz


Buchtipp


Ausgabe 1-2010

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

die Mensch-Tier-Forschung ist in vielerlei Hinsicht beispielhaft. Unabhängig von den inhaltlichen Aspekten meine ich dies in Hinblick auf das Zusammentreffen von öffentlicher Wahrnehmung, den persönlichen Interessen von jungen Wissenschaftlern und ihrer institutionellen Unterstützung.

 

Das mediale Interesse an der Mensch-Tier-Beziehung hält nicht nur unvermindert an, es nimmt – wenn ich einmal die Entwicklung der Anfragen nach Interviews und Informationen Revue passieren lasse – sogar zu. Das gilt auch für die steigende Nachfrage nach Unterstützung in wissenschaftlichen Fragen oder zur Betreuung akademischer Arbeiten. Gerade letzteres ist für mich grundsätzlich ein positives Signal, das allerdings Hochschulinstitute nur zögerlich aufnehmen. Neugierde nach wissenschaftlichen Randgebieten beinhaltet immer auch die Chance der Entwicklung innovativer Forschungsstrategien. Auch wenn nicht jedes Themeninteresse akzeptiert werden kann, sollten doch auch Hochschullehrer sicherstellen, dass diese Auseinandersetzung mit einem wissenschaftlich anerkannten Instrumentarium überhaupt stattfinden kann. Nur so ist allen Beteiligten – Öffentlichkeit, Forschern – und der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Mensch-Tier-Thematiken wirklich gedient.

 

Ihr
o. Prof. Dr. phil. Dipl.-Psych.
Reinhold Bergler

Vorsitzender des Forschungskreises
Heimtiere in der Gesellschaft