ÖsterreichMit Eseltraining erfolgreich im Spitzensport

Mittwoch, 04. Januar 2017

Gemeinsam mit seinen fünf Eseln zeigt Sportwissenschaftler Dr. Harald Pernitsch Spitzensportlern, wo es hapert und woran die Athleten noch arbeiten müssen.

Der Blick eines in sich ruhenden und konzentrierten Spitzensportlers hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Gesichtsausdruck eines Esels. Diese Beobachtung machte Dr. Harald Pernitsch zufällig bei einem Familienausflug in einem Tierpark, als er eine Eselherde beobachtete. Der Sport- und Trainingswissenschaftler aus Österreich betreut seit über 20 Jahren Spitzensportler aus dem Wintersport. „Athleten, die gut in Form sind und bei denen der Trainingsprozess optimal läuft, sind klar, entschlossen und strahlen Ruhe und Gelassenheit aus“, erklärt Pernitsch. Sportler, die unsicher und angespannt sind, seien dagegen schwer zu trainieren. Er fragte sich, wie er diesen Zustand ändern kann - und fand die Lösung in der tiergestützten Arbeit mit Eseln.

Seit mittlerweile acht Jahren setzt Pernitsch seine fünf Tiere bei Spitzensportlern ein, denen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten oder die Ruhe für Spitzenleistungen fehlt. „Esel eignen sich meines Erachtens hervorragend für das Training, denn sie spiegeln mit ihrer Reaktion dem Sportler wider, in welcher Situation er sich gerade befindet“, erklärt er.

Nach einem ersten Kennenlernen soll der Sportler eines der Tiere führen. Bis der Esel einen Schritt macht, kann es 20 Minuten dauern. „Esel folgen nicht wie andere Herdentiere dem Leittier, sondern handeln autark“, sagt Pernitsch. „Diese Autonomie ist der menschlichen sehr ähnlich, denn auch der Sportler muss sich in seiner Situation individuell entscheiden, wie er handeln will.“ Hat der Sportler die richtige Kombination aus Konsequenz und Ruhe gefunden und so den Esel überzeugt, ihm zu folgen, sind die nächsten Übungsschritte an der Reihe. Ist der Sportler dabei ungeduldig, aggressiv oder will seinen Willen mit Gewalt durchsetzen, reagiert das Tier bockig und hört nicht. Ist der Sportler wiederum zu nachsichtig, macht das Tier, was es will. „Die Kombination aus Sturheit und Sanftmut ist das Besondere an diesen Tieren“, erklärt Dr. Pernitsch. „Auch Sportler brauchen beide Eigenschaften: Sie müssen wissen, was sie wollen und auf dem Weg zu ihrem Ziel erkennen, was sie gerade blockiert.“

Nach dem Esel-Training sind die Leistungen der Sportler messbar höher und auch im Wettkampf deutlich besser, so Pernitsch: „Trainer berichten, dass die Athleten umgänglicher, offener und entspannter werden.“

Dr. Harald Pernitsch
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