StudieGesundheitssystem profitiert von Heimtieren

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Montag, 03. April 2017

Laut einer Studie der University of Lincoln sorgen Heimtiere im britischen Gesundheitssystem für Einsparungen in Milliardenhöhe.

Das Zusammenleben mit einem Hund, einer Katze oder anderen Tierarten hat für die meisten Menschen einen hohen emotionalen Stellenwert. Nun beziffert eine Studie aus Großbritannien auch den ökonomischen Wert: Den Wissenschaftlern zufolge reduzieren Heimtiere jährlich die Kosten im britischen Gesundheitssystem um bis zu 2,45 Milliarden Pfund.

Daniel Mills, Professor für Veterinärmedizin an der University of Lincoln, hat gemeinsam mit Forschern von anderen Fakultäten sowie dem Waltham Centre for Pet Nutrition und der gemeinnützigen Organisation „Dogs for Good“ Daten erhoben und ausgewertet, die die Wirtschaftskraft des Heimtiersektors beziffern.

„Die Studie soll darauf aufmerksam machen, welchen Einfluss Heimtiere auf die körperliche, mentale und soziale Gesundheit von Individuen und auch der ganzen Gesellschaft haben – auch wirtschaftlich gesehen“, teilen die Forscher mit. 

Dabei berücksichtigt die Studie sowohl die positiven Auswirkungen von Heimtieren als auch die negativen, beispielsweise die Kosten für die Behandlung von Hundebissen in Höhe von zehn Millionen Pfund pro Jahr. „Da nach konservativen Schätzungen die Zahl der Arztbesuche von Tierhaltern durch die positiven Effekte der Heimtierhaltung deutlich reduziert wird, spart das britische Gesundheitssystem trotzdem“, heißt es. Das gilt nach Ansicht der Wissenschaftler ebenso für andere Industrienationen und zeige das globale Ausmaß des Themas, dessen  Erforschung unbedingt von Regierungen unterstützt werden solle.

Kontakt:
University of Lincoln l School of Life Sciences Prof. Dr. Daniel Mills l dmills@lincoln.ac.uk