Ausgabe 01-2017

Editorial

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

schwarz auf weiß zeigt eine Bachelorarbeit im Fach Soziale Arbeit (siehe Artikel unten) auf, vor welchen Herausforderungen das Feld der tiergestützten Interventionen steht. Einerseits ist es ermutigend, dass ein Teil der befragten Jugendämter im Rheinland den Einsatz von Tieren so wertschätzt, dass die Interventionen für Klienten sogar finanziell getragen werden. Auf der anderen Seite wird deutlich, warum der größere Teil diese Finanzierung eben nicht übernehmen will: Weil es an gesicherten wissenschaftlichen Nachweisen und Qualitätsstandards für die Praxis fehlt.

Dieses Ergebnis sollte weiter dazu motivieren, sich für eben diese Erfordernisse einzusetzen. Nur mit breiter Unterstützung aller Fachkräfte für tiergestützte Interventionen kann es gelingen, gemeinsame Standards für Ausbildung und Praxis einzuführen und wissenschaftliche Erkenntnisse umzusetzen – auch wenn letztere derzeit bedauernswerterweise zum großen Teil aus dem internationalen Ausland stammen. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahl der Tagungen mit Referenten und Besuchern aus aller Welt  und damit auch die internationale Vernetzung wächst (siehe Artikel unten).

Ihr Redaktionsteam von Mensch & Tier


Studie

Gesundheitssystem profitiert von Heimtieren

Laut einer Studie der University of Lincoln sorgen Heimtiere im britischen Gesundheitssystem für Einsparungen in Milliardenhöhe. Weiterlesen

Nachruf

Trauer um Prof. Dr. Reinhold Bergler

Der langjährige Vorsitzende des Forschungskreises Heimtiere in der Gesellschaft, Prof. Dr. Reinhold Bergler, ist am 3. März 2017 verstorben. Weiterlesen

Thüringen

„Lamas sind gute Lehrmeister“

Die Exoten aus den südamerikanischen Anden sind seit einigen Jahren auch auf deutschem Boden zu Hause. In Thüringen begleiten die vier Lamas der Sozialpädagogin Alina Kroll Menschen auf Wanderungen durch die Natur und bei Begegnungen mit sich selbst.  Weiterlesen

Befragung

Jugendämter fördern tiergestützte Interventionen nach Ermessen

In einer Umfrage legen Jugendämter aus dem Rheinland offen, zu welchen Bedingungen sie ihren Klienten tiergestützte Interventionen finanzieren. Weiterlesen

Studie aus Dänemark

Hunde verringern Neurodermitis-Risiko

Eine Studie dänischer Wissenschaftler legt nahe, dass ein Hund im Haushalt während der Schwangerschaft das Risiko senkt, dass das Kind später an Neurodermitis erkrankt. Weiterlesen

Fortbildung

Neuer IHK-Lehrgang für tiergestützte Arbeit

Die IHK Potsdam weitet ihr Angebot als Kompetenzzentrum für Mensch-Tier-Aktivitäten aus und konzipiert gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für tiergestützte Therapie eine Fortbildung. Weiterlesen

Sandra Wesenberg, Antje Beckmann, Vjera Holthoff-Detto und Frank Nestmann:

Vierbeinige Begleitung für Demenzkranke 

Wissenschaftler aus Dresden liefern mit ihrem Zweiteiler theoretischen Hintergrund sowie praktische Anregungen für die tiergestützte Arbeit im Seniorenheim. Weiterlesen

17. Juni 2017

„Wissenschaft trifft Hund“

Die Referenten Elli H. Radinger, Christoph Jung und Daniela Pörtl geben beim dritten Teil des Rostocker Vierbeinersymposiums unter dem Titel „Domestikation, Sozialverhalten, Bindung“ Einblicke in weitere spannende Themenfelder rund um den Hund. Weiterlesen

Onlineportal

„Meine Boxerhündin stärkt mir den Rücken“

Multiple Sklerose – was diese Diagnose für das Leben der Betroffenen bedeutet, verrät das Blogger-Projekt „Einblick“. Viele der Bloggerinnen schätzen ihre Hunde und Katzen als wertvolle Unterstützung im Umgang mit der Krankheit. Weiterlesen

20. – 21. Oktober 2017

Fachtagung „Tierische Sozialarbeit"

Dr. Rainer Wohlfarth, Präsident von ESAAT und Leiter der tiergestützten Therapie bei der Anima Tierwelt, lädt ein zur nächsten Folge seiner Tagungsreihe, die sich in diesem Jahr um den Einsatz von Tieren in der sozialen Arbeit dreht. Weiterlesen

Niederlande

Neues Forschungsinstitut zur Mensch-Tier-Beziehung

Auch in den Niederlanden gibt es starke Bestrebungen, das Feld der tiergestützten Interventionen zu professionalisieren. Weiterlesen